Kokillenguss oder Druckguss? So finden Sie das passende Verfahren
Fertigung
Oct 20, 2026
ÖZ Metallgießerei

Kokillenguss oder Druckguss? So finden Sie das passende Verfahren

Beide Verfahren arbeiten mit einer metallischen Dauerform. Der Unterschied liegt darin, wie die Schmelze in die Form gelangt. Das hat Folgen für Bauteil, Stückzahl und Kosten.

Kokillenguss

Beim Kokillenguss fließt das flüssige Metall durch Schwerkraft in die Form. Durch die schnelle Wärmeabfuhr entsteht ein feinkörniges, dichtes Gefüge mit guten mechanischen Eigenschaften. Das Verfahren eignet sich für kleine bis mittlere Serien und für Teile, die später belastet werden. Die Werkzeugkosten sind vergleichsweise moderat.

Druckguss

Beim Druckguss wird die Schmelze mit hohem Druck und hoher Geschwindigkeit in die Form gepresst. So entstehen dünnwandige, sehr maßgenaue Teile mit glatter Oberfläche in kurzen Taktzeiten. Druckguss lohnt sich vor allem bei großen Stückzahlen, weil die Werkzeuge aufwendiger sind.

Faustregeln für die Auswahl
  • Kleine bis mittlere Serien, dickere Wandstärken, hohe Festigkeit: eher Kokillenguss.
  • Große Serien, dünne Wände, viele Details: eher Druckguss.
  • Zink eignet sich besonders für kleine, filigrane Teile mit hoher Maßgenauigkeit.
Wir beraten Sie

Welches Verfahren für Ihr Bauteil wirtschaftlich ist, klären wir anhand Ihrer Unterlagen. Senden Sie uns Zeichnung mit Toleranzen, 3D-Datei (z. B. STEP), Stückzahl pro Jahr, Werkstoff und Wunschtermin.

Redaktion ÖZ Metallgießerei

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